Bosseln im Münsterland am 14.September 2008

     

 

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Was ist eigentlich Bosseln? Es ist eine Sportart, die überwiegend in den norddeutschen Küstenregionen gespielt wird. Die Bosseln (plattdeutsch für Kugeln, allgemeiner: Kloote) waren anfänglich aus einem schweren Holz (Pockholz) gefertigt, sind aber mittlerweile hauptsächlich aus synthetischen Materialien. Im klassischen Bosseln spielen 2 Mannschaften gegeneinander. Dabei gibt es keine feste Wurfbahn. Der Wettbewerb findet auf Straßen und

Wegen statt. Also keine Sportart für Bochum, eher schon für Winterberg.  Jeder Werfer setzt an dem Landepunkt der Kloote des Vorwerfers seiner Mannschaft an. Ziel ist es, die jeweilige Bosselstrecke mit möglichst wenigen Würfen zu überwinden. Da jeder Werfer so ca. 10 Würfe absolvieren sollte, ist eine Gesamtlänge von ca. 8 km keine Seltenheit.

14 Skiklubmitglieder haben sich zum Bosseln im Münsterland eingefunden. Verstärkt durch 3 Personen aus Lengerich, machte sich die Gruppe auf den Weg. Für viele war es eine Möglichkeit, diese  neue Sportart  kennen zu lernen. Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde die Umgebung von Lengerich wandernd und Kugel rollend erkundet.

Für Speisen und Getränke war ebenfalls gesorgt.  Diese wurden in einem Bollerwagen mitgeführt,  so dass  sich zwischendurch gestärkt und immer wieder der Durst gelöscht werden konnte. Diese Einrichtung hat wohl wesentlich mit dazu beigetragen, dass die  Spielzeit von 3 Stunden  kaum  von den Spielern wahrgenommen wurde.  

Das anschließende Essen in einem typischen Landgasthof hatten sich alle redlich verdient. Der gelungene Tag wurde abgerundet mit einem Konzert der „Höhner“ auf der Freilichtbühne in Tecklenburg.

Allen Teilnehmern hat das Bosseln so gut gefallen, dass viele den Wunsch geäußert haben, Bosseln zu einer regelmäßigen Veranstaltung zu machen.

Lorenz Tönsfeuerborn
 

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