

Was
ist eigentlich Bosseln? Es ist eine
Sportart, die überwiegend in den norddeutschen Küstenregionen gespielt
wird. Die Bosseln (plattdeutsch für Kugeln, allgemeiner: Kloote) waren
anfänglich aus einem schweren Holz (Pockholz) gefertigt, sind aber
mittlerweile hauptsächlich aus synthetischen Materialien. Im klassischen
Bosseln spielen 2 Mannschaften gegeneinander. Dabei gibt es keine feste
Wurfbahn. Der Wettbewerb findet auf Straßen und
Wegen statt. Also keine
Sportart für Bochum, eher schon für Winterberg. Jeder Werfer setzt an dem
Landepunkt der Kloote des Vorwerfers seiner Mannschaft an. Ziel ist es,
die jeweilige Bosselstrecke mit möglichst wenigen Würfen zu überwinden. Da
jeder Werfer so ca. 10 Würfe absolvieren sollte, ist eine Gesamtlänge von
ca. 8 km keine Seltenheit.
14 Skiklubmitglieder haben sich zum Bosseln im
Münsterland eingefunden. Verstärkt durch 3 Personen aus Lengerich, machte
sich die Gruppe auf den Weg. Für viele war es eine Möglichkeit, diese
neue Sportart kennen zu lernen. Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde die
Umgebung von Lengerich wandernd und Kugel rollend erkundet.
Für Speisen und Getränke war ebenfalls gesorgt. Diese wurden in einem
Bollerwagen mitgeführt, so dass sich zwischendurch gestärkt und immer
wieder der Durst gelöscht werden konnte. Diese Einrichtung hat wohl
wesentlich mit dazu beigetragen, dass die Spielzeit von 3 Stunden kaum
von den Spielern wahrgenommen wurde.
Das anschließende Essen in einem typischen Landgasthof hatten sich alle
redlich verdient. Der gelungene Tag wurde abgerundet mit einem Konzert der
„Höhner“ auf der Freilichtbühne in Tecklenburg.
Allen Teilnehmern hat das Bosseln so gut gefallen, dass viele den Wunsch
geäußert haben, Bosseln zu einer regelmäßigen Veranstaltung zu machen.
Lorenz Tönsfeuerborn
