Radtour durch die Eifel (3. bis 6. August 2006)
 

 

Der 1. Tag: Von Gerolstein nach Gondorf
Der 2. Tag: Von Gondorf nach Konz
Der 3. Tag: Von Konz über Luxemburg nach Lambertsberg
3-Sterne-Buffet
Der 4. Tag: Von Lambertsberg zurück nach Gerolstein
Dank an die Organisatoren
eine Fotoauswahl von der Eifeltour

Die Wettervorhersage gab denen recht, die bereits im Vorfeld davon gesprochen hatten, dass es“...ja wohl leicht bescheuert sei, an einer Radtour durch die Eifel teilzunehmen!!“, denn es war just für die Tage der Radtour ein Dauertief angesagt. Trotzdem trafen sich am Morgen des Donnerstages (03.08.) 17 Mitglieder des SKB plus 2 Gäste in Gerolstein auf dem Parkplatz des See-Hotels. Zum größten Teil war man bereits am Vorabend angereist; und eigentlich hätten es ja auch 24 Teilnehmer sein sollen, doch 5 fielen vorher „verletzungsbedingt“ aus.

Der 1. Tag: Von Gerolstein nach Gondorf

Gut in Regenbekleidung eingepackt,  lauschte man etwas nervös, noch trocken unter den großen Terrassenschirmen des Hotels, den einführenden Worten von Anne Garthmann (unserer begnadeten Finanzministerin), die gleich die Hackordnung sicher stellte: Führender = Alpha-Tier: Lorenz Tönsfeuerborn; Schließender = Lumpensammler: Gerd Garthmann. Überholen des Alpha-Tieres kostete eine Runde (was übrigens nie eingefordert werden konnte! Entweder waren die Teilnehmer zu geizig oder Lorenz war eben zu gut.). Nach dieser kurzen Ansprache stieg man mehr oder weniger elegant in die Pedale und ab ging die Post........für genau drei Minuten, dann ertönte der erste Ruf: “Vorne halten!“ Was war passiert? Die Verletztenliste musste um ein Ehepaar erweitert werden, da Herbert etwas zu dynamisch aufs Rad gestiegen war und sich eine wirklich ordentliche Zerrung(?) zugezogen hatte, die ihn auch gleich in ärztliche Behandlung zwang.

            Doch dann ging es wirklich los. Nach einer kleinen Einführungsrunde um das Hotel fand Lorenz sofort den richtigen Weg und abwärts ging es an die Kyll. Wir folgten, immer flussabwärts, der Kyll in einem flotten, doch absolut machbaren Tempo. Genussfahren pur! Und wie es der weise Lorenz und das gesamte Vorbereitungsteam (Hildegard Fischedick gehörte auch dazu) geplant hatten, hörte der Regen mit dem ersten Pedaltritt bis zur Mittagspause in Kyllburg auf. Kaum waren wir jedoch in unserer Pizzeria, goss es wie in Strömen. Während wir noch genüsslich kauten, bereitete uns unser Alpha-Tier schonend darauf vor, dass nun doch eine gewisse Herausforderung auf uns warten würde, nämlich eine kurzer (1,4 km lang!!), aber kräftiger (13 %!!) Anstieg. Weder Länge noch Prozentangaben waren uns jedoch bekannt. Kaum war der Regen vorbei, die Regenklamotten eingepackt - es schien nun bereits die Sonne-, ging es an die Herausforderung. Malerisch zog sich das Gässchen durch die Dorfhäuser nach oben. Man hörte knirschendes Schalten, teilweise auch sehr unweibliche Flüche, und dann hatte man den Scheitelpunkt erreicht! Super, wie gut wir alle waren! Abwärts ging es wieder. Doch was war das denn?!?! Vor dem erbleichenden Pedaltreter wand sich eine wunderschöne, ellenlange Strasse nach oben. Das erst war der Anstieg!! Nun ja, um es kurz zu machen, zwei Übermenschen schafften es, diesen Anstieg fahrend zu bewältigen: Lorenz Tönsfeuerborn und Peter Tacken. Der Rest übte sich in den verschiedensten Schiebetechniken, die aber auch ständig die Frage aufwarfen: Musste ich eigentlich soviel Gepäck mitnehmen? Oben angekommen, gab es Leckerlies von Anne, und dann ging es in die letzte Etappe zu unserer ersten Unterkunft. Wer das Märchen von Schneewittchen, hinter den sieben Bergen, noch nicht erlebt hat, sollte diese Etappe einmal fahren. Es gab nur noch Abfahrten und nur noch Aufstiege! Den Abschluss bildete ein ständig ansteigender Schotterweg von 1,6 km! Die Mehrheit fuhr, ich, und wenige andere, schoben. Oben stand unser Lumpensammler und zeigte uns das Hotel (ein 3-Sterne Hotel direkt am Eingang des Eifelparkes Gondorf): Alles nur bergab! Nach Beziehen der Zimmer und einem wirklich guten und stilvollen Abendessen löste sich die Gesellschaft doch relativ früh auf.

2. Tag: Von Gondorf nach Konz

            Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurde die Mannschaft von Anne herzlich begrüßt. Jedoch war unsere Antwort des Morgengrußes wohl nicht vollkommen, denn sie bestand ab sofort auf folgender Erwiderung: “Guten Morgen, Frau Garthmann!!“ Für diesen Tag war eine so genannte „Genusstour“ angesagt. Auf wunderschönen Wegen ging es weiter die Kyll abwärts. Es fing einfach zu gut an. Bernd Lehmann prägte den sehr treffenden Ausdruck von der „Anfütterungsetappe“, was sich dann auch bewahrheiten sollte. Der Vormittag war wieder regenfrei, allerdings war die Mittagspause in einer Kneipe wieder völlig verregnet. Hier stießen auch Hermann Fischedick und Gudrun Weidner per Motorrad zu uns und wurden sofort als Sonderkuriere eingesetzt, da Lorenz vergessen hatte, seinen Hotelschlüssel abzugeben. Die Beiden waren auch weiterhin von großer Hilfe, denn am letzten Tag akzeptierte der Hotelier keine EC-und Kreditkarten, sodass Anne als Geldbotin und Sozia auf  Hermanns Maschine irgendwo eine Bank sprengen musste. Doch weiter im Text. Die Kyll verlassend, trafen wir auf die Mosel und fuhren auf dem Moselradweg bis zur zweiten Unterkunft nach Konz. Auch hier stimmten Unterkunft und Verpflegung. Allerdings, so behaupten Insiderkreise, soll sich ein harter Kern etwas länger an der Bar aufgehalten haben.

Der 3. Tag: Von Konz über Luxemburg nach Lambertsberg

          Wir  waren also jetzt zwei Tage praktisch bergab geradelt. Uns allen war unbewusst und nicht sehr aufmunternd klar, dass es auch wieder zu unseren Autos nach oben gehen musste. Ob das wohl schon der dritte Tag brachte? Nach der nunmehr bekannten Anfütterungsetappe ging es durch das wohl beste Eifeler Weingebiet, das Elbling, kurz nach Luxemburg, wo Lorenz uns einen wunderschönen Abstecher in eine landwirtschaftlich hochinteressante Ecke dieser Gegend zuteil werden ließ, die wir selber wohl kaum entdeckt hätten. Unsere Tagestour wurde dadurch allerdings nur unwesentlich erweitert. Hübsch auch die Impression, als sich die Spitze unserer Gruppe mit der weiteren Gruppe in einer Unterführung wieder begegneten: Die einen fuhren heraus, die anderen hinein. Was nun noch folgte, war sehr typisch für die Eifel: Kurze oder längere beißende Anstiege, herrliche Abfahrten, wieder beißende Anstiege, usw, usw, bis wir endlich in Alsdorf, wieder in Deutschland, auf einem Sportplatz landeten.

 Und was hier geboten wurde, kann einfach nicht richtig und vollkommen beschrieben werden: Zwei Freunde von Anne und Gerd, Ingo und Helmut aus Trier, hatten auf den Stufen eines Fußballklubs ein 3-Sterne-Buffet aufgebaut, von dem man in dieser Walachei nur träumen konnte! Es war wirklich alles vorhanden: Von verschiedenen Weinen, über Bier, Wasser, Softdrinks, Kuchen, Käse, Spargelspitzen, Fische, Nudelsalate, Maultaschen, usw, mit allen nötigen Beilagen, Bestecken, Geschirr, Servietten, es fehlte nicht eine Winzigkeit! Der Völlerei stand nichts mehr im Wege. Einen Dank auch hier für dieses, modern ausgedrückt „outdoor-buffet-happening-event“. Leider, leider, hatte man für diese Völlerei seinen Tribut zu zahlen. Denn die Nachmittagsetappe, die Prüm aufwärts, war zwar nicht mehr beißend, aber steeeetig ansteigend. Allerdings hatten wir alle das positive Bild vor Augen, dass wir etwa 25 km vor unserer letzten Unterkunft, falls erwünscht, mitsamt unseren Rädern abgeholt werden könnten. Die letzte Steigung hatten wir also unter den Rädern, der Parkplatz nahte und.... Lorenz fuhr weiter. Frust auf der ganzen Linie! Und noch einmal eine ellenlange, Eifeleler Dorfstrasse hinauf, weiter aus dem Dorf auf eine Anhöhe, und dann endlich das ersehnte „Halt“. Hier trafen die Transportfahrzeuge für Fahrräder, Gepäck und müde Krieger ein. Sieben hörten auf, auch ich, und zehn fuhren ohne Gepäck noch einmal 25 km weiter. Wir waren aber bereits 55 km an diesem Tage geradelt! Unsere Unterkunft in Lambertsberg war einfach aber absolut zufriedenstellend. Und somit ging auch dieser Tag ohne einen Regentropfen, im Gegenteil mit viel Sonne, zu Ende.

Der 4. Tag: Von Lambertsberg zurück nach Gerolstein

           Es brach der letzte Tag an, grau in grau. Regenjacken wurden wieder angezogen und nach der üblichen Begrüßungszeremonie ging es in zügiger Fahrt bergab. Nun weiß ja der inzwischen erfahrene Eifel-Radler, dass nach jeder Talfahrt der unvermeidliche Aufstieg folgen muss, vor allen Dingen deshalb, weil unsere Autos ja oben in Gerolstein standen. Und so wurde diese Abfahrt auch wieder als Anfütterungsetappe betrachtet. Unten angekommen, wurden die Regenjacken ausgezogen, denn es wurde natürlich wieder warm, und es ging weiter in die kleinen Eifeler Schweinereien. Doch an diesem Vormittag hatte es eine Steigung besonders auf uns abgesehen, von den vielen kleinen 400-800 m  langen Anstiegen spreche ich schon gar nicht mehr. Diese Steigung war nicht sehr schlimm, nur sie zoooog sich unendlich. Und es ist wirklich deprimierend, wenn man am Ende des Feldes nach oben schaut und etwa 50 Höhenmeter höher und etwa 800 m  weiter die Spitze des Feldes radeln sieht! Aber auch das wurde schließlich geschafft. Es ergab sich noch das kleine Problem, dass es in diesen Eifeldörfern an einem Sonntagvormittag nicht so ganz einfach war, eine Kneipe zu finden, die uns etwas Trinkbares verkaufen wollte. Aber unsere Anne bekam auch das in den Griff.

             Ja, und damit bin ich fast am Ende. Bleibt noch zu erwähnen, dass die zu Beginn erwähnte Abfahrt vom Hotel auch wieder nach oben gefahren/geschoben werden musste. Und so konnten wir schließlich auf stolze ca. 200 bzw. 225 zurückgelegte Eifelkilometer blicken, die alle in der besten Stimmung absolviert worden waren.

Dank an die Organisatoren

           Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei dem Organisationsteam Anne und Gerd Garthmann, Hildegard Fischedick und Lorenz Tönsfeuerborn bedanken für die Vorbereitung und Durchführung dieser Fahrt und dass sie uns, dem Wetterbericht spottend, trocken durch die Tage gebracht haben. Für mich persönlich war es ein unvergesslich schönes Erlebnis, in einer großartigen Gruppe.

Wolfgang Mack
 

 

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eine Fotoauswahl von der Eifeltour
die Fotos.sind von  Hermann Fischedick und Wolfgang Mack

Sammeln vor der morgentlichen Abfahrt

Eine Rast tut gut

Erika, Anne und Brigitte brauchen auch eine Pause

Abends schmeckt Helmut, Wolfgang und Jochen das Bier an Theke

Marion und Bernd sind bei jeder Tour dabei

Das Abendessen war immer der Höhepunkt des Tages

Hildegard und Lorenz genießen den Nachtisch

Unseren "Jungmitgliedern" Brigitte und Peter scheint es zu schmecken

Ein Teil des unglaublichen Buffets auf dem Sportplatz

Unsere Mitglieder sind pflegeleicht, sie akzeptieren auch Stufen zum Essen

Anne dankt Ingo und Helmut für das hervorragende Buffet

Sie haben viele Stunden in Trier dafür gearbeitet

Die Teilnehmer danken den Köchen Ingo und Helmut

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Direkter Kontakt - per E-Mail: info.skiklub.bochum@gmx.de