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Der 1. Tag: Von Gerolstein
nach Gondorf
Der 2. Tag: Von Gondorf nach Konz
Der 3. Tag: Von
Konz über Luxemburg nach Lambertsberg
3-Sterne-Buffet
Der 4. Tag: Von
Lambertsberg zurück nach Gerolstein
Dank an die Organisatoren
eine Fotoauswahl von der Eifeltour
Die Wettervorhersage gab
denen recht, die bereits im Vorfeld davon gesprochen hatten, dass es“...ja wohl
leicht bescheuert sei, an einer Radtour durch die Eifel teilzunehmen!!“,
denn es war just für die Tage der Radtour ein Dauertief angesagt. Trotzdem
trafen sich am Morgen des Donnerstages (03.08.) 17 Mitglieder des SKB plus 2
Gäste in Gerolstein auf dem Parkplatz des See-Hotels. Zum größten Teil
war man bereits am Vorabend angereist; und eigentlich hätten es ja auch 24
Teilnehmer sein sollen, doch 5 fielen vorher „verletzungsbedingt“ aus.
Der 1. Tag: Von Gerolstein
nach Gondorf
Gut in
Regenbekleidung eingepackt, lauschte man etwas nervös, noch trocken unter den
großen Terrassenschirmen des Hotels, den einführenden Worten von Anne Garthmann
(unserer begnadeten Finanzministerin), die gleich die Hackordnung sicher stellte:
Führender = Alpha-Tier: Lorenz Tönsfeuerborn; Schließender = Lumpensammler: Gerd
Garthmann. Überholen des Alpha-Tieres kostete eine Runde (was übrigens nie
eingefordert werden konnte! Entweder waren die Teilnehmer zu geizig oder Lorenz
war eben zu gut.). Nach dieser kurzen Ansprache stieg man mehr oder weniger
elegant in die Pedale und ab ging die Post........für genau drei Minuten, dann
ertönte der erste Ruf: “Vorne halten!“ Was war passiert? Die Verletztenliste
musste um ein Ehepaar erweitert werden, da Herbert etwas zu dynamisch aufs
Rad gestiegen war und sich eine wirklich ordentliche Zerrung(?) zugezogen hatte,
die ihn auch gleich in ärztliche Behandlung zwang.
Doch dann
ging es wirklich los. Nach einer kleinen Einführungsrunde um das Hotel fand
Lorenz sofort den richtigen Weg und abwärts ging es an die Kyll. Wir
folgten, immer flussabwärts, der Kyll in einem flotten, doch absolut
machbaren Tempo. Genussfahren pur! Und wie es der weise Lorenz und das gesamte
Vorbereitungsteam (Hildegard Fischedick gehörte auch dazu) geplant hatten, hörte
der Regen mit dem ersten Pedaltritt bis zur Mittagspause in Kyllburg auf.
Kaum waren wir jedoch in unserer Pizzeria, goss es wie in Strömen. Während wir
noch genüsslich kauten, bereitete uns unser Alpha-Tier schonend darauf vor, dass
nun doch eine gewisse Herausforderung auf uns warten würde, nämlich eine kurzer
(1,4 km lang!!), aber kräftiger (13 %!!) Anstieg. Weder Länge noch
Prozentangaben waren uns jedoch bekannt. Kaum war der Regen vorbei, die
Regenklamotten eingepackt - es schien nun bereits die Sonne-, ging es an die
Herausforderung. Malerisch zog sich das Gässchen durch die Dorfhäuser nach oben.
Man hörte knirschendes Schalten, teilweise auch sehr unweibliche Flüche, und
dann hatte man den Scheitelpunkt erreicht! Super, wie gut wir alle waren!
Abwärts ging es wieder. Doch was war das denn?!?! Vor dem erbleichenden
Pedaltreter wand sich eine wunderschöne, ellenlange Strasse nach oben.
Das erst war der Anstieg!! Nun ja, um es kurz zu machen, zwei Übermenschen
schafften es, diesen Anstieg fahrend zu bewältigen: Lorenz Tönsfeuerborn und
Peter Tacken. Der Rest übte sich in den verschiedensten Schiebetechniken, die
aber auch ständig die Frage aufwarfen: Musste ich eigentlich soviel Gepäck
mitnehmen? Oben angekommen, gab es Leckerlies von Anne, und dann ging es in die
letzte Etappe zu unserer ersten Unterkunft. Wer das Märchen von Schneewittchen,
hinter den sieben Bergen, noch nicht erlebt hat, sollte diese Etappe einmal
fahren. Es gab nur noch Abfahrten und nur noch Aufstiege! Den Abschluss bildete
ein ständig ansteigender Schotterweg von 1,6 km! Die Mehrheit fuhr, ich, und
wenige andere, schoben. Oben stand unser Lumpensammler und zeigte uns das Hotel
(ein 3-Sterne Hotel direkt am Eingang des Eifelparkes Gondorf): Alles nur
bergab! Nach Beziehen der Zimmer und einem wirklich guten und stilvollen
Abendessen löste sich die Gesellschaft doch relativ früh auf.
2. Tag: Von Gondorf nach Konz
Nach dem
Frühstück am nächsten Morgen wurde die Mannschaft von Anne herzlich begrüßt.
Jedoch war unsere Antwort des Morgengrußes wohl nicht vollkommen, denn sie
bestand ab sofort auf folgender Erwiderung: “Guten Morgen, Frau Garthmann!!“ Für
diesen Tag war eine so genannte „Genusstour“ angesagt. Auf wunderschönen Wegen
ging es weiter die Kyll abwärts. Es fing einfach zu gut an. Bernd Lehmann
prägte den sehr treffenden Ausdruck von der „Anfütterungsetappe“, was sich dann
auch bewahrheiten sollte. Der Vormittag war wieder regenfrei, allerdings war die
Mittagspause in einer Kneipe wieder völlig verregnet. Hier stießen auch Hermann
Fischedick und Gudrun Weidner per Motorrad zu uns und wurden sofort als
Sonderkuriere eingesetzt, da Lorenz vergessen hatte, seinen Hotelschlüssel
abzugeben. Die Beiden waren auch weiterhin von großer Hilfe, denn am letzten Tag
akzeptierte der Hotelier keine EC-und Kreditkarten, sodass Anne als Geldbotin
und Sozia auf Hermanns Maschine irgendwo eine Bank sprengen musste. Doch weiter
im Text. Die Kyll verlassend, trafen wir auf die Mosel und fuhren
auf dem Moselradweg bis zur zweiten Unterkunft nach Konz. Auch hier
stimmten Unterkunft und Verpflegung. Allerdings, so behaupten Insiderkreise,
soll sich ein harter Kern etwas länger an der Bar aufgehalten haben.
Der 3. Tag:
Von Konz über Luxemburg nach Lambertsberg
Wir waren
also jetzt zwei Tage praktisch bergab geradelt. Uns allen war unbewusst und
nicht sehr aufmunternd klar, dass es auch wieder zu unseren Autos nach oben
gehen musste. Ob das wohl schon der dritte Tag brachte? Nach der nunmehr
bekannten Anfütterungsetappe ging es durch das wohl beste Eifeler Weingebiet,
das Elbling, kurz nach Luxemburg, wo Lorenz uns einen wunderschönen
Abstecher in eine landwirtschaftlich hochinteressante Ecke dieser Gegend zuteil
werden ließ, die wir selber wohl kaum entdeckt hätten. Unsere Tagestour wurde
dadurch allerdings nur unwesentlich erweitert. Hübsch auch die Impression, als
sich die Spitze unserer Gruppe mit der weiteren Gruppe in einer Unterführung
wieder begegneten: Die einen fuhren heraus, die anderen hinein. Was nun noch
folgte, war sehr typisch für die Eifel: Kurze oder längere beißende Anstiege,
herrliche Abfahrten, wieder beißende Anstiege, usw, usw, bis wir endlich in
Alsdorf, wieder in Deutschland, auf einem Sportplatz landeten.
Und was hier
geboten wurde, kann einfach nicht richtig und vollkommen beschrieben werden:
Zwei Freunde von Anne und Gerd, Ingo und Helmut aus Trier, hatten auf den Stufen
eines Fußballklubs ein 3-Sterne-Buffet aufgebaut, von dem man in dieser Walachei
nur träumen konnte! Es war wirklich alles vorhanden: Von verschiedenen Weinen,
über Bier, Wasser, Softdrinks, Kuchen, Käse, Spargelspitzen, Fische,
Nudelsalate, Maultaschen, usw, mit allen nötigen Beilagen, Bestecken, Geschirr,
Servietten, es fehlte nicht eine Winzigkeit! Der Völlerei stand nichts mehr im
Wege. Einen Dank auch hier für dieses, modern ausgedrückt „outdoor-buffet-happening-event“.
Leider, leider, hatte man für diese Völlerei seinen Tribut zu zahlen. Denn die
Nachmittagsetappe, die Prüm aufwärts, war zwar nicht mehr beißend, aber
steeeetig ansteigend. Allerdings hatten wir alle das positive Bild vor Augen,
dass wir etwa 25 km vor unserer letzten Unterkunft, falls erwünscht, mitsamt
unseren Rädern abgeholt werden könnten. Die letzte Steigung hatten wir also
unter den Rädern, der Parkplatz nahte und.... Lorenz fuhr weiter. Frust auf der
ganzen Linie! Und noch einmal eine ellenlange, Eifeleler Dorfstrasse hinauf,
weiter aus dem Dorf auf eine Anhöhe, und dann endlich das ersehnte „Halt“. Hier
trafen die Transportfahrzeuge für Fahrräder, Gepäck und müde Krieger ein. Sieben
hörten auf, auch ich, und zehn fuhren ohne Gepäck noch einmal 25 km weiter. Wir
waren aber bereits 55 km an diesem Tage geradelt! Unsere Unterkunft in
Lambertsberg war einfach aber absolut zufriedenstellend. Und somit ging auch
dieser Tag ohne einen Regentropfen, im Gegenteil mit viel Sonne, zu Ende.
Der 4. Tag: Von
Lambertsberg zurück nach Gerolstein
Es brach der
letzte Tag an, grau in grau. Regenjacken wurden wieder angezogen und nach der
üblichen Begrüßungszeremonie ging es in zügiger Fahrt bergab. Nun weiß ja der
inzwischen erfahrene Eifel-Radler, dass nach jeder Talfahrt der unvermeidliche
Aufstieg folgen muss, vor allen Dingen deshalb, weil unsere Autos ja oben
in Gerolstein standen. Und so wurde diese Abfahrt auch wieder als
Anfütterungsetappe betrachtet. Unten angekommen, wurden die Regenjacken
ausgezogen, denn es wurde natürlich wieder warm, und es ging weiter in die
kleinen Eifeler Schweinereien. Doch an diesem Vormittag hatte es eine Steigung
besonders auf uns abgesehen, von den vielen kleinen 400-800 m langen Anstiegen
spreche ich schon gar nicht mehr. Diese Steigung war nicht sehr schlimm, nur sie
zoooog sich unendlich. Und es ist wirklich deprimierend, wenn man am Ende des
Feldes nach oben schaut und etwa 50 Höhenmeter höher und etwa 800 m weiter die
Spitze des Feldes radeln sieht! Aber auch das wurde schließlich geschafft. Es
ergab sich noch das kleine Problem, dass es in diesen Eifeldörfern an einem
Sonntagvormittag nicht so ganz einfach war, eine Kneipe zu finden, die uns etwas
Trinkbares verkaufen wollte. Aber unsere Anne bekam auch das in den Griff.
Ja, und
damit bin ich fast am Ende. Bleibt noch zu erwähnen, dass die zu Beginn erwähnte
Abfahrt vom Hotel auch wieder nach oben gefahren/geschoben werden musste. Und so
konnten wir schließlich auf stolze ca. 200 bzw. 225 zurückgelegte Eifelkilometer
blicken, die alle in der besten Stimmung absolviert worden waren.
Dank an die Organisatoren
Ich möchte
mich an dieser Stelle ganz herzlich bei dem Organisationsteam Anne und Gerd
Garthmann, Hildegard Fischedick und Lorenz Tönsfeuerborn bedanken für die
Vorbereitung und Durchführung dieser Fahrt und dass sie uns, dem Wetterbericht
spottend, trocken durch die Tage gebracht haben. Für mich persönlich war es
ein unvergesslich schönes Erlebnis, in einer großartigen Gruppe.
Wolfgang Mack
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