4 Tage Radeln an Hase und Ems vom 7.8. bis 10.8.2003

 
 
Die diesjährige große Radtour war in mancher Hinsicht ungewöhnlich: Noch nie waren wir bei solch anhaltender Hitze unterwegs – die Quecksilbersäule stieg täglich über 35 ° - noch nie gab es so viele Pannen und Zwischenfälle. Gleich am ersten Tag waren drei Schläuche zu reparieren (einer davon wies nach spektakulärem Knall einen 10 cm langen Riss auf) , dann rauschte Rolf Morhoff gegen einen Pfosten, glücklicherweise ohne sich zu verletzen, und am vorletzten Tag ging Jochen Heß in einem Waldstück über den Lenker, nachdem ihm ein Stock ins Vorderrad geraten war. Auch hier war zum Glück nur Sachschaden zu beklagen, die 8 im Rad war nicht zu reparieren, ein neues musste her und wurde prompt besorgt. Die Krisenbewältigung war hervorragend, alle Etappen wurden von den 27 Teilnehmern geschafft, die Vorfälle gaben im Nachhinein Anlass zu lustigen Neckereien, und an den lauen Abenden versammelte sich eine entspannte und fröhliche Runde auf den Terrassen der jeweiligen Hotels.
  Die Route war wieder einmal mit viel Umsicht von Hildegard und Lorenz erkundet worden und bot eine Menge Höhepunkte. Die Landschaft an Hase und Ems ist sehr idyllisch, es gibt wunderbare Radwege und – was bei der Hitze willkommen war – kaum Steigungen, dazu eine Reihe Strecken im Wald und unter Schatten spendenden Alleebäumen. So lernten wir die Gegend im Umkreis von Rieste (bei Bramsche) Löningen, Haselünne, Meppen, Lingen, Lengerich und Fürstenau als für Radtouren sehr geeignet kennen.
  Eine herausragende Attraktion war die Kanufahrt auf der Hase von Herzlake bis Haselünne. Zur Abwechslung war Arm- statt Beinarbeit gefragt; auch diese Herausforderung bewältigte die Gruppe, und zwar in Rekordzeit, was die Verleiher der Kanus in Erstaunen versetzte. Die Stille der Landschaft, der schmale Fluss mit blühenden Wasserpflanzen an den Ufern im Sonnenlicht – das war eine ganz besondere Erfahrung.
  Eine Entdeckung anderer Art bot der Besuch der Kornbrennerei Rosche in Haselünne, witzigerweise Korn-Academie genannt. „Unterrichtsstoff" waren die Erläuterung des Destillierverfahrens und die Verkostung der verschiedenen Spezialitäten. Das Endexamen wurde mit Bravour bestanden, und alle erhielten eine eindrucksvolle Urkunde, den „Genießer-Schein".
  Damit war auch eine Anregung für den abendlichen „Absacker" gegeben; das Genießen war sowieso in den Hotels, in denen wir den Staub der Tagesmühen abwaschen konnten, ungetrübt. Als besonders komfortabel erwies sich das Saller See – Hotel bei Lengerich, und speziell freundlich war die Atmosphäre im Garten des Hofcafés Glinzboll, wo wir uns auf einer Wiese unter Bäumen für die letzte Etappe vor der Heimreise stärkten.
  Alles in allem war das wieder eine wunderbare Radtour. Wir danken den Organisatoren für die hervorragende Vorbereitung und ihren unermüdlichen Einsatz unterwegs!  Renate Matyak

 

Marion und Rolf

Strohwalzen auf einem Feld

15 Paddelboote werden in Herzlake in die Hase gelassen

wir paddeln 8 km bis nach Haselüne

fröhlich fährt es sich leichter

hier gibt es den letzten Kaffee auf dieser Tour

alle Frauen

Anne und Gerd danken den Organisatoren und Teilnehmern

nach der Ankunft auf dem Parkplatz in Rieste

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