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Die diesjährige große Radtour war in mancher Hinsicht ungewöhnlich:
Noch nie waren wir bei solch anhaltender Hitze unterwegs – die
Quecksilbersäule stieg täglich über 35 ° - noch nie gab es so viele Pannen
und Zwischenfälle. Gleich am ersten Tag waren drei Schläuche zu reparieren
(einer davon wies nach spektakulärem Knall einen 10 cm langen Riss auf) ,
dann rauschte Rolf Morhoff gegen einen Pfosten, glücklicherweise ohne sich
zu verletzen, und am vorletzten Tag ging Jochen Heß in einem Waldstück über
den Lenker, nachdem ihm ein Stock ins Vorderrad geraten war. Auch hier war
zum Glück nur Sachschaden zu beklagen, die 8 im Rad war nicht zu reparieren,
ein neues musste her und wurde prompt besorgt. Die Krisenbewältigung war
hervorragend, alle Etappen wurden von den 27 Teilnehmern geschafft, die
Vorfälle gaben im Nachhinein Anlass zu lustigen Neckereien, und an den lauen
Abenden versammelte sich eine entspannte und fröhliche Runde auf den
Terrassen der jeweiligen Hotels. |
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Die Route war wieder einmal mit viel Umsicht von Hildegard und Lorenz
erkundet worden und bot eine Menge Höhepunkte. Die Landschaft an Hase und
Ems ist sehr idyllisch, es gibt wunderbare Radwege und – was bei der Hitze
willkommen war – kaum Steigungen, dazu eine Reihe Strecken im Wald und unter
Schatten spendenden Alleebäumen. So lernten wir die Gegend im Umkreis von
Rieste (bei Bramsche) Löningen, Haselünne, Meppen, Lingen, Lengerich und
Fürstenau als für Radtouren sehr geeignet kennen. |
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Eine herausragende Attraktion war die Kanufahrt auf der Hase von Herzlake
bis Haselünne. Zur Abwechslung war Arm- statt Beinarbeit gefragt; auch diese
Herausforderung bewältigte die Gruppe, und zwar in Rekordzeit, was die
Verleiher der Kanus in Erstaunen versetzte. Die Stille der Landschaft, der
schmale Fluss mit blühenden Wasserpflanzen an den Ufern im Sonnenlicht – das
war eine ganz besondere Erfahrung. |
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Eine Entdeckung anderer Art bot der Besuch der Kornbrennerei Rosche in
Haselünne, witzigerweise Korn-Academie genannt. „Unterrichtsstoff" waren die
Erläuterung des Destillierverfahrens und die Verkostung der verschiedenen
Spezialitäten. Das Endexamen wurde mit Bravour bestanden, und alle erhielten
eine eindrucksvolle Urkunde, den „Genießer-Schein". |
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Damit war auch eine Anregung für den abendlichen „Absacker" gegeben; das
Genießen war sowieso in den Hotels, in denen wir den Staub der Tagesmühen
abwaschen konnten, ungetrübt. Als besonders komfortabel erwies sich das
Saller See – Hotel bei Lengerich, und speziell freundlich war die Atmosphäre
im Garten des Hofcafés Glinzboll, wo wir uns auf einer Wiese unter Bäumen
für die letzte Etappe vor der Heimreise stärkten. |
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Alles in allem war das wieder eine wunderbare Radtour. Wir danken den
Organisatoren für die hervorragende Vorbereitung und ihren unermüdlichen
Einsatz unterwegs! Renate Matyak |
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