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Kurzgeschichte des Bochumer
Skiklubs |
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Schon zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert reisten
einige wenige aber unternehmungslustige Bochumer ins Sauerland, um Erholung
im Schnee zu suchen. Hier, angesichts klirrender Kälte und genug Schnee (das
soll es damals noch gegeben haben), beschlossen manche, es auch einmal mit
dem Skilaufen zu versuchen. |
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Ein Schreiner aus Nordenau (Nähe Winterberg) besaß das
Modell eines Ski. Danach schnitzte (!) er die ersten Paar Ski für die
Ruhrpöttler. |
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1907 wurde der "Skiklub Sauerland" gegründet,
dem einige Bochumer beitraten. Ab 1911 meldeten die Tageszeitungen des
Reviers ab und an etwas über die Schneeverhältnisse im Sauerland. Eine
Gruppe von Skiverrückten, die sich in den Zügen nach Winterberg und im
Skigelände kennen gelernt hatten, gründeten 1919 den "Skiklub Bochum".
Initiator war der Rechtsanwalt Walter Breitenbach. Er engagierte sich auch im
Jahre 1928 für den Kauf Der Bochumer Skihütte in Winterberg. |
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Seinem Einfluss ist es zu verdanken, dass die Verbindung
des Ruhrgebietes nach Winterberg durch die Wintersportsonderzüge ausgebaut
wurde. Maßgeblichen Anteil hatte er auch an der Einrichtung eines Wintertourennetzes
im Hochsauerland. Seitdem betreut der Skiklub Bochum den Skiweg Nr. 1
von Winterberg nach Siedlinghausen. |
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Nach dem 2. Weltkrieg und der Währungsreform bahnte sich
der große Aufschwung im Skilauf an. Arbeitssuchende aus ganz Deutschland und
den Nachbarstaaten zog es ins Ruhrgebiet. Fast zwangsläufig waren
Skisportler dabei. Aus dem Erzgebirge fanden den Weg zum Skiklub Bochum z.
B. die Brüder Wilfried und Jochem Renck. Als erfolgreiche Skispringer und
Langläufer machten sie Schlagzeilen in der Presse und spornten andere
Klubmitglieder an, ihnen nachzueifern. Zahlreiche Erfolge auf Bezirks- und
Verbandsebene folgten. Im alpinen Bereich waren es Sportler aus Österreich,
die den Weg zum Skiklub Bochum fanden. Zahlreiche Meisterschaften errangen
Hans Ender, Helmut Wolf und Josef Woger und viele andere in diesen Jahren. |
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Durch viele schneearme Winter bedingt, verlagerte sich
das Wettkampfgeschehen in die alpinen oder nordischen Regionen, so dass sich
die Vereinsarbeit heute deutlich in Richtung Breitensport orientiert. |
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Autor: Helmut Westermann |
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